FWO mit
Fremdwasser versorgt
Gemeinschaftsübung der Feuerwehren Kronach, Höfles und Vogtendorf
RUPPEN. In der Regel
fungiert die Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) hauptsächlich als
Wasserlieferant. Jetzt trat “plötzlich und damit völlig überraschend” der
umgekehrte Fall ein.
Der Grund war aber kein
Trinkwasserproblem, sondern eine gemeinschaftliche Großübung der
Freiwilligen Feuerwehren (FFW) Kronach, Höfles und Vogtendorf. Zu diesem
Zweck diente das Verwaltungs- und Betriebsgebäude des
Wasserversorgungsunternehmens in Ruppen als angenommenes Brandobjekt.
Im
Einsatz waren nicht weniger als 86 Feuerwehrdienstleistende, die mit 14
Fahrzeugen zum Übungsort ausgerückt waren. Angenommen war ein Großbrand, der
innerhalb des Gebäudekomplexes zu verschiedenen Brandherden geführt hatte.
Dabei wurden noch Personen im Gebäude vermisst. Rasch gingen die Feuerwehren
Kronach und Höfles unter Atemschutz zur Vermisstensuche über, während die
weiteren Kräfte einen umfangreichen Löschangriff aufbauten. In der
Spitzenzeit konnten so mehr als 1 500 Liter Wasser in der Minute auf über 15
Strahlrohre in die “Flammen” gepumpt werden. Durch die FFW Vogtendorf wurde
hierfür das Wasser, zusätzlich zum Hydrantennetz, aus der Rodach entnommen
und über eine lange Schlauchstrecke zur Einsatzstelle transportiert.
Nachdem
die Personenrettung abgeschlossen war, brachte die Feuerwehr Kronach die
Drehleiter zur Brandbekämpfung in Stellung. Der “Brand” konnte schnell
eingedämmt und durch den Einsatzleiter nach kurzer Zeit “Wasser halt”
gegeben werden. Die Einsatzleitung lag in den Händen der Kommandanten
Burkhard Grebner aus Kronach und Uwe Koch (Höfles) sowie mit dem zuständigen
Kreisbrandmeister Martin Panzer.
Bei der
Abschlussbesprechung hob Kommandant Grebner das gute Zusammenwirken der drei
Wehren heraus und dankte den im Einsatz gewesenen Damen, Jugendlichen und
Herren.
FWO-Werkleiter Markus
Rauh sprach von einem interessanten und eindrucksvollen Beitrag zur
Vorsorgemaßnahme. Die Übung habe gezeigt, dass man sich im Ernstfall auf die
benachbarten Wehren verlassen könne. Im Anschluss lud Rauh die zahlreichen
Einsatzkräfte zu einem Imbiss im Bereich des Betriebsgebäudes ein.
Bericht und
Foto:
Hans Franz, FWO
Herzlichen Dank