
Großübung war voller Erfolg
Kronach (vz) . Beim simulierten Brand im großen
Wohnblock der Kronacher Wohnungsbaugesellschaft (KWG) am Konrad-Popp-Platz
in der Siedlung stellte die Kronacher Feuerwehr in einer Großübung zur
Feuerwehr-Aktionswoche ihre Leistungsfähigkeit bei der Personenrettung und
Brandbekämpfung unter Beweis.
Der Brand in einem Haus mit 40 Bewohnern, von denen
zahlreiche vom Brand eingeschlossen sind, stellt für die Feuerwehr eine
große Herausforderung dar. Doch die Kronacher Feuerwehr bewies den
zahlreichen Zuschauern, wie sie innerhalb von wenigen Minuten wirkungsvolle
Hilfe leisten kann. In dieser Zeit wurde bereits die Personenrettung aus den
Obergeschossen mit Hilfe der Drehleiter und auch von Steckleitern
absolviert. Auch die Rettung verletzter Personen mit Hilfe einer Tragbahre
wurde gezeigt. Gleichzeitig gingen von der Rückseite des Gebäudes
Atemschutztrupps zum Inneneinsatz über. Durch weitere Fahrzeuge wurde
ebenfalls in Minutenschnelle der Löschangriff von außen mit mehreren
C-Rohren geführt.
Insgesamt 10 Fahrzeuge der Kronacher Feuerwehr waren
für die Großübung im Einsatz, wie Kommandant Burkhard Grebner erläuterte,
der kurz die einzelnen Gerätschaften wie auch den eingesetzten Drucklüfter,
mit dem der Rauch aus dem Gebäude gedrückt werden kann, erläuterte. Im
Ernstfall komme es auf jede Minute an und deshalb sei es unverantwortlich,
zum Beispiel mit Privat-PKW’s, auch wenn sie nur kurz abgestellt seien, die
Ausfahrten am Feuerwehrhaus zu blockieren, was immer wieder vorkomme,
unterstrich er. Bei der KWG bedankte er sich für die Bereitstellung des
Übungsobjekts sowie die Unterstützung der Wehr vor, während und nach der
Einsatzübung.
Jeder erwarte, dass er im Falle eines Notrufs
innerhalb kürzester Zeit professionelle Hilfe von der Feuerwehr bekomme.
Dieser werde in Kronach von freiwilligen und ehrenamtlich tätigen Bürgern
der Stadt geleistet, unterstrich der stellvertretende Vorsitzende der FFW
Kronach, Stefan Wicklein, der anhand einer Beamer-Präsentation vor der Übung
den Zuschauern zeigte, wie die Alarmierung über Polizei und Funkmelder im
Ernstfall abläuft und jeder der Helfer „alles liegen und stehen lässt“ und
von der Arbeit oder Zuhause zum Einsatz eilt. Die freiwillige Feuerwehr sei
Tag und Nacht, 365 Tage im Jahr, egal ob Sonn- oder Feiertag, einsatzbereit,
unterstrich Stefan Wicklein, der dafür warb, bei der Feuerwehr als aktives
oder förderndes Mitglied beizutreten. Ab 14 Jahren könne man bei der
Jugendfeuerwehr mitmachen und ab 16 Jahren in die aktive Mannschaft
eintreten und am Einsatzdienst teilnehmen.
Kronachs Bürgermeister Manfred Raum unterstrich in
seinem Grußwort nach der Übung, die Kronacher Feuerwehr habe eine
beeindruckende Übung abgeliefert und leiste durch ihre zahlreichen Einsätze
pro Jahr Hervorragendes für die Stadt. Auch er forderte die Zuschauer und
alle in der Stadt auf, die Feuerwehr zu unterstützen. Stellvertretender
Landrat Joachim Doppel meinte, die Kronacher Feuerwehr sei die
leistungsstärkste Wehr im Landkreis und könne sich auch mit einer
Berufsfeuerwehr durchaus messen lassen. 160 Einsätze pro Jahr, von
Naturkatastrophen bis hin zu technischer Hilfeleistung oder bei
Verkehrsunfällen zeigten die Notwendigkeit der Feuerwehr und des
freiwilligen Feuerwehrdienstes. Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger freute
sich über die große Zahl von Zuschauern, die damit ihr Interesse für die
Feuerwehr bekundet hätten und lud zum Mitmachen ein. Die Übung sei
hervorragend abgelaufen und die informative Präsentation von Stefan Wicklein
habe viele interessante Einblicke in die Arbeit der Feuerwehr gegeben.
Bericht: Ralf Völkl
Hier einige Impressionen:

Beeindruckendes Szenario

Menschenrettung und Atemschutzüberwachung

Brandbekämpfung aus allen Rohren!

Ein kleiner Teil unserer Ehrengäste....

... und erfreulich vielen Zuschauern
Fotos: Stefan Wicklein
Vorbericht:
Großbrand am
Konrad-Popp-Platz!
Am Freitag Großübung zur Feuerwehr-Aktionswoche

Schon über 140 mal wurde die Kronacher Freiwillige Feuerwehr
2007 gefordert
– größter Einsatz war der Brand des Hagebaumarktes am 18. Januar. (Foto:
S.Kienel)
Kronach. Zur
Aktionswoche der Feuerwehren, welche Bayernweit vom 15. bis 23. September
2007 begangen wird, wartet die Feuerwehr Kronach mit einer Großübung am
Konrad-Popp-Platz in der Kronacher Siedlung auf.
Dort wird ab 19.30 Uhr
der Einsatz der Feuerwehr im Brandeinsatz demonstriert. Angenommen wird,
dass im großen Mehrfamilienhaus der Kronacher Wohnungsbaugesellschaft – hier
wohnen über 40 Personen – im 1. Obergeschoß ein Feuer ausbricht, welches
sich zunächst unbemerkt ausbreiten kann. Begünstigt wird dies auch dadurch,
dass in der Brandwohnung keine Rauchmelder installiert sind, die die
Nachbarn auf den Brand aufmerksam machen könnten.
Erst als die
Fensterscheiben bersten und sich das Feuer schlagartig auf das 2.
Obergeschoß ausbreitet, wird der Brand bemerkt und über Notruf die Feuerwehr
alarmiert, welche mit beiden Löschzügen zum Einsatz kommt. Mehrere Personen
sind dabei bereits durch Flammen und Rauch eingeschlossen und müssen von der
Feuerwehr über die Drehleiter oder tragbare Leitern gerettet werden.
Dieses Szenario – hier
Gott sei Dank nur eine Übung – soll die Leistungsfähigkeit der Kronacher
Feuerwehr unter Beweis stellen. Obwohl wir keine Berufsfeuerwehr haben – die
wohl bei den klammen Kommunalfinanzen nicht finanzierbar wäre – erwartet
jeder trotzdem von den Freiwilligen Feuerwehren den selben Schutz wie in der
Großstadt. Und diese sind auch in der Lage, diesen zu gewährleisten.
Deshalb ruft die
Feuerwehr dazu auf, dass jeder Einwohner, Geschäftstreibende oder jede Firma
seinen und ihren eigenen Beitrag zur Aufrechterhaltung des freiwilligen
Feuerschutzes in der Stadt leistet. So können alle Jugendliche ab dem 14.
Lebensjahr in die Jugendfeuerwehr, ab 16 Jahren ist der Eintritt in die
aktive Mannschaft und der Einsatzdienst möglich. Eine sinnvolle und
abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung mit Spaß, Action und jeder Menge
Technik. Darüber hinaus kann sich jeder zur Unterstützung des
Feuerwehrwesens als förderndes Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr
Kronach e.V. anmelden, deren Förderbeitrag sogar steuerlich absetzbar ist!
Wenn es irgendwo
brennt, jemand in seinem Fahrzeug eingeklemmt ist oder Naturkatastrophen uns
heimsuchen, erwartet jeder - wie selbstverständlich - professionelle Hilfe.
Die Wenigsten haben dabei schon einmal darüber nachgedacht, dass es sich bei
der Feuerwehr in Kronach und im Landkreis um ehrenamtlich tätige Mitbürger
handelt, die diesen Dienst freiwillig für die Gemeinschaft leisten.
„Kommen Sie am Freitag
und zeigen Sie damit auch Ihre Verbundenheit zu Ihrer Kronacher Feuerwehr.
Zeigen Sie den Wehrmännern, die für Ihren Schutz sorgen, dass Sie hinter
ihnen stehen. Oder noch besser: Werden Sie ehrenamtlicher Feuerwehrmann oder
förderndes Mitglied“, so lautet der Aufruf der Feuerwehr.
Die Kronacher Feuerwehr
steht dafür an 365 Tagen im Jahr, 24 Stunden am Tag, egal ob Sonn- oder
Feiertag für die Sicherheit der Bewohner und Gäste Kronachs bereit.
Stefan Wicklein
2. Vorsitzender
Feuerwehr Kronach
