
GW Atem-/Strahlenschutz und KLAF
seiner Bestimmung übergeben

Landrat Oswald Marr (Fünfter von links) überreichte die
Schlüssel für den
landkreiseigenen Gerätewagen Atem-/Strahlenschutz an Kommandant
Burkhard Grebner (Dritter von links). Aufmerksame Beobachter sind (von
links)
Gerätewart Georg Panzer, Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein,
Vorsitzender Stefan Wicklein, Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger,
Kreisbrandmeister Ralf Weidenhammer, Mitglieder der Kreisbrandinspektion
sowie Stadtpfarrer Günter Hübner.
ÜBERGABE. Die Kronacher Wehr erhielt einen landkreiseigenen
Gerätewagen für den Atem-/Strahlenschutz. Die Aktiven rüsteten einen
Kleinwagen in ein Kleinalarmfahrzeug um. Die Stadt Kronach stellt eine Halle
des Bauhofs zur Verfügung.
Kronach - „Unsere Freiwilligen Feuerwehren sind nicht rund um die Uhr im
Einsatz, aber sie sind rund um die Uhr einsatzbereit und wachsam, wenn es
darum geht, dem Nächsten im Notfall zu helfen!“ Dies betonte Kreisbrandrat
Joachim Ranzenberger am Mittwoch bei der Übergabe eines Gerätewagens für
Atem-/Strahlenschutz an die Feuerwehr Kronach.
Die Kreisinspektion aus dem gesamten Landkreis und mehrere Abordnungen
von Feuerwehren, Landrat Oswald Marr, Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein
und 14 Stadträte sowie natürlich die gesamte Führungsriege der Feuerwehr
Kronach waren aus dreifachem Grund angetreten. Zum einen wurde der
Gerätewagen mit Atem- und Strahlenschutzausrüstung übergeben, zum anderen
konnte durch diese Anschaffung ein frei gewordener Kleinwagen zu einen
Kleinalarmfahrzeug umgerüstet werden. Da alle guten Dinge bekanntlich drei
sind, wurde auch offiziell die Wache 3 der Feuerwehr Kronach in einer großen
Halle auf dem Gelände des städtischen Bauhofs in Betrieb genommen.
Landrat Oswald Marr sprach von einem freudigen Tag für die Menschen im
Landkreis, deren Sicherheit durch diese Feuerwehrausrüstungen wesentlich
erhöht wurde. „Die Sicherheit der Bürger geht über alles“, sagte Marr und
dankte den Idealisten der Feuerwehr Kronach, insbesondere Georg Panzer und
Ralf Weidenhammer, die viel Zeit für den Umbau beider Fahrzeuge opferten.
Gebrauchtes Fahrzeug
Das 15 Jahre alte, gebrauchte Fahrzeug, das von der Berufsfeuerwehr
Düsseldorf gekauft wurde, kostete rund 33 500 Euro, die Kosten für die
umfangreiche Dekontaminierungsausrüstung lagen bei 37 000 Euro und weitere
30 000 Euro fielen für Material und Ausbau an. Das Fahrzeug finanziere voll
der Landkreis, da es hierfür keinerlei staatliche Zuschüsse gebe.
Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein freute sich über das Geschenk an die
Stadt Kronach und an die Feuerwehr Kronach. Allerdings sei damit eine große
Verpflichtung für die Wehr verbunden, was aber auch wieder das gute Ansehen
der Kronacher Wehr bestätige. Die Stadt stelle ein Gelände und eine Halle
des städtischen Bauhofs zur Verfügung, was aber nicht heiße, dass man das
Primärziel, ein geeignetes Grundstück für die gesamte Feuerwehrausrüstung zu
finden, aus den Augen verliere.
Der Vorsitzende der Feuerwehr Kronach, Stefan Wicklein, erörterte den
Finanzierungsweg und den idealistischen Einsatz einiger Wehrkameraden, ohne
deren ehrenamtliches Engagement die Anschaffung nicht möglich gewesen wäre.
Zusätzlich besorgte der Feuerwehrverein über eine Spendenaktion finanzielle
Mittel, so dass der Stadt mindestens 3000 Euro erspart wurden. Die neue
Halle, so Vorsitzender Wicklein, sei in einem Teilbereich ein wahres
Feuerwehrmuseum, womit zumindest in Teilen umgesetzt worden sei, was in den
80er Jahren einmal in der Festung Rosenberg geplant war.
Großer Einsatz
Detailangaben zur Ausrüstung und Einrichtung des neuen Atem- und
Strahlenschutzfahrzeugs machte Kommandant Burkhard Grebner. Besonderer Dank
des Kommandanten ging an Gerätewart Georg Panzer für seinen großen
handwerklichen Einsatz und Ralf Weidenhammer der als geistiger Vater des
Fahrzeugs Pläne und Vorschläge einbrachte. Die Segnung der Wehrkameraden,
die mit den Fahrzeugen anrollen werden, wurde von den Geistlichen
Regionaldekan Günter Hübner und Pfarrer Martin Gundermann vorgenommen.




Bericht Karl-Heinz Hofmann, FRÄNKISCHER TAG
Fotos: Raimer Glissnik, NEUE PRESSE