50 Jahre sind vergangen, seitdem 1969 das Feuerwehrgerätehaus in der Oberen Stadt eingeweiht wurde. 50 Jahre, in denen sich das Feuerwehrwesen in Bayern und damit auch in Kronach grundlegend verändert hat. Waren die Feuerwehren in den 1960er Jahren fast ausschließlich zur Brandbekämpfung aufgestellt, kamen in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche Aufgaben neu hinzu.
Technische Hilfeleistung, Chemie- und Strahlenschutz oder Umweltschutz sind nur einige Bereiche, die heute selbstverständlich zum Aufgabenbereich der Feuerwehren zählen.
Diese Aufgabenmehrung spiegelt sich nicht nur in der gestiegenen Zahl der Einsätze wieder (1968: 27 Einsätze, 2018: 241 Einsätze), sondern auch im Umfang der Ausrüstung, welche zum Schutz der Bevölkerung vorgehalten werden muss.

Die Gerätschaften der Feuerwehr Kronach waren zuletzt auf fünf Standorte im Stadtgebiet Kronach verteilt, die schon längst nicht mehr den heutigen Anforderungen an Arbeits- und Gesundheitsschutz entsprachen.

Die Atemschutzübungsanlage des Landkreises Kronach wurde 1985 als erste Anlage dieser Art in Oberfranken im Feuerwehrgerätehaus Kronach installiert. Nach 30 Jahren Nutzung war sie zwischenzeitlich die kleinste und älteste Anlage und entsprach nicht mehr den Anforderungen einer modernen Ausbildung. Gleiches galt für die zentrale Atemschutzwerkstatt, welche die Feuerwehr Kronach seit 1969 in ihrem Gerätehaus betrieb.

Bereits seit vielen Jahren liefen daher Vorgespräche und Vorüberlegungen zum Neubau der Einrichtungen. 2012 entschied sich der Stadtrat für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses auf dem Areal an der Rodacher Straße, wo bis dahin sechs stark sanierungsbedürftige Mehrfamilienhäuser der Kronacher Wohnungsbaugesellschaft standen.

Stadt und Landkreis Kronach kamen in Folge überein, dass das Feuerwehrgerätehaus Kronach und das Atemschutz- und Ausbildungszentrum des Landkreises auf dem gleichen Grundstück realisiert werden sollten, um so Synergieeffekte bei Bau und Betrieb zu erzielen.
2014 konnte das Areal geräumt und mit den Planungen begonnen werden.
Der Auftrag ging an die ARGE kplan AG, Abensberg und lauer + lebok architekten, Lichtenfels.
Im Juni 2016 konnte der Spatenstich feierlich vollzogen werden. Nach fast dreijähriger Bauzeit zogen die Feuerwehr Kronach und die Kreisbrandinspektion im März 2019 in die neuen Räumlichkeiten ein.

stationierte Fahrzeuge:
ELW 1, LF16, HLF 20, DLK 23/12, RW 1, KLAF, TLF 20/40, TSF, GW A/S, KdoW, SW 1000

Beitrag: Stefan Wicklein (1. Vorstand, Pressesprecher)