Das neue Gebäude bietet für die Feuerwehr Kronach Unterbringungsmöglichkeiten für 11 Einsatzfahrzeuge und 12 Anhänger. Darüber hinaus wurden eine Schlauchpflegeeinrichtung und eine Waschstraße für verschmutzte und kontaminierte Einsatzkleidung realisiert. Im Obergeschoss befinden sich neben den Verwaltungsräumen ein Jugendraum, ein Bereitschaftsraum, eine Küche und ein Lehrsaal.
Für Schulungen mit einer großen Teilnehmerzahl kann dieser zusammen mit dem direkt angrenzenden Saal des Landkreises zu einer größeren Einheit verbunden werden.
Bemerkenswert ist die Ausgestaltung von Bereitschaftsraum und Küche. Hier hat der Feuerwehrverein Kronach ca. 30.000 Euro an finanzieller Eigenleistung eingebracht.

Im Erdgeschoss finden sich Umkleiden mit Dusch- und Sanitärräumen für die Einsatzkräfte, die Einsatzzentrale sowie Werkstatt- und Lagerräume. Insgesamt entspricht das Raumprogramm und die Größe des Feuerwehrgerätehauses den gültigen DIN-Vorgaben für Feuerwehrgerätehäuser. Alle Stellplätze wurden von der Regierung von Oberfranken als bedarfsnotwendig anerkannt und vom Freistaat Bayern mit rund 1,4 Millionen Euro gefördert.

Markant ist der 15 Meter hohe Übungsturm an der Ostseite des Areals. Hier können neben Anleiterübungen auch Atemschutz- oder Absturzsicherungsausbildungen durchgeführt werden.

Der Baukörper des Landkreises beherbergt im Obergeschoss den Schulungsbereich mit Küche sowie eine moderne Atemschutzübungsanlage mit erforderlichen Nebenräumen. Hier sind insbesondere elektronische Brandsimulationsmöglichkeiten verbaut, welche auch das Arbeiten unter Realbedingungen mit Wasser am Strahlrohr möglich machen.

Im Erdgeschoss befinden sich Verwaltungsräume und eine Atemschutzwerkstatt, in der Gerätschaften des Atem- und Chemieschutzes gewartet, geprüft und repariert werden können. Dabei wird ein großes Augenmerk auf die sogenannte „Schwarz-Weiß-Trennung“ gelegt, was bedeutet, dass verschmutze und mit Schadstoffen belastete Ausrüstung strikt von einsatzbereitem Material getrennt wird – ein wichtiger Beitrag für den Gesundheitsschutz der Feuerwehrdienstleistenden.

Der Außenbereich bietet neben Alarmparkplätzen und Stellplätzen für das Ausbildungszentrum noch zwei Übungshöfe mit Winden-Festpunkt, Hydranten und einer Zisterne für die Maschinistenausbildung.

Das Feuerwehrgerätehaus Kronach kostete ca. 6,4 Millionen Euro, das Ausbildungs- und Atemschutzzentrum ca. 3,6 Millionen Euro. Trotz der in letzter Zeit angespannten konjunkturellen Lage im Bausektor konnte der Kostenrahmen fast eingehalten werden. Dies liegt nicht zuletzt darin begründet, dass Möglichkeiten sinnvoller Kostenreduzierungen während der Bauphase immer wieder genutzt wurden.


Für die Feuerwehr Kronach und die Feuerwehren des Landkreises geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Das neue Feuerwehrzentrum macht effizientes Helfen und Arbeiten möglich und eröffnet völlig neue Möglichkeiten der Ausbildung ehrenamtlicher Feuerwehrdienstleistender. Eine solche Einrichtung erhöht mit Sicherheit die Motivation und Schlagkraft der Kronacher Feuerwehr, aber auch aller Feuerwehren im Landkreis. Der Neubau ist kein Geschenk an die Feuerwehr, sondern eine Einrichtung, die für die Sicherheit der Menschen im Landkreis Kronach gebaut wurde und damit jedem Einzelnen dient.



Die Feuerwehren werden diese Würdigung ihres Engagements mit großer Einsatzbereitschaft, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr,
egal ob Sonn- oder Feiertag, gemäß ihrem Wahlspruch

Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr

danken.


stationierte Fahrzeuge:
ELW 1, LF16, HLF 20, DLK 23/12, RW 1, KLAF, TLF 20/40, TSF, GW A/S, KdoW, SW 1000

Beitrag: Stefan Wicklein (1. Vorstand, Pressesprecher)

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